Bianka Minte-König und Gwyneth Minte über ihr gemeinsames Buch "Meine Liebe – deine Liebe"

Bianka Minte König mit ihrer Tochter Gwyneth„Meine Liebe – deine Liebe“ heißt das neue Buch, das in der Reihe "Freche Mädchen – freche Bücher" im Januar erscheint. Geschrieben haben diesmal zwei Frauen, und zwar Mutter und Tochter. Um was geht es in dem Buch? Wer hatte die Ideen? Hat jede von Ihnen bestimmte Teile des Buches geschrieben, und wenn ja, wie passen die zusammen? Wie findet man zu einem gemeinsamen Stil?

„Es geht um die Liebe der Tochter Jette zu einem Jungen, den die Mutter Holly nicht leiden kann. Ein ganz typisches Thema, welches das Mutter-Tochter-Verhältnis sehr belasten kann. Ich habe das grade bei einer Freundin erlebt, wo sich Mutter und Tochter wirklich richtig in die Haare gekriegt haben. Als ich mit Gwyneth darüber gesprochen habe, kam uns die Idee, so eine Krise mal humorvoll für ein freches Mädchenbuch aufzubereiten. Pfiffiger Weise hatten wir dann noch den Einfall, Jettes Mutter die Klassenlehrerin von Jettes Freund Jochen werden zu lassen. In dieser Konstellation liegt ja einiges an Zündstoff für weitere Krisen, Chaos und Katastrophen. Genau der Stoff aus dem Pubertäts-Albträume sind!
Jede von uns hat dann praktisch ihre Rolle als Mutter oder Tochter in das Buch eingebracht und in dem Stil geschrieben, der zu dieser Rolle passt.“

Ist das Ihr erstes gemeinsames Buchprojekt?

„In der Reihe Freche Mädchen – freche Bücher ja. Aber wir sind eigentlich schon ein eingespieltes Team, immerhin haben wir inzwischen schon sechs gemeinsame Romane für junge Frauen veröffentlicht.“

Gibt es eine Fortsetzung?

„Jette und Holly haben sicherlich nicht zum letzten Mal über unterschiedliche Ansichten in der Liebe und im Leben gestritten. Und auch Jochen wird sowohl Tochter als auch Mutter noch weiter in Atem halten. Wenn die Leserinnen das Buch mögen, werden wir gerne eine Fortsetzung schreiben.“

Wie haben Sie zusammen gearbeitet, als Team oder hat eine sozusagen „die Hosen angehabt“?

„Wir haben ein gemeinsames Exposé gemacht und dann eine sehr ausgefeilte Gliederung mit den wichtigsten Inhalten der verschiedenen Kapitel. Dann ging es eigentlich in einer Art Schneeballsystem hin und her. Jette- Holly- Jette usw. Hosen hatte niemand an, weil wir im Sommer auf Mallorca geschrieben haben… da war es für Hosen zu heiß… na ja… für lange Hosen jedenfalls.“

War es schwierig ein Ende zu finden oder waren Sie derselben Meinung?

„Ein Ende entwickelt sich meist aus der Handlung und aus den Personen des Buches relativ selbständig. Wir neigen dazu es der Geschichte eher abzulauschen, als es ihr aufzudrücken.
So ist auch das Ende in diesem Buch ganz dynamisch entstanden und wir haben uns beide darüber gefreut. Mutter und Tochter – beide haben daraus gelernt.“

Wie ist es mit der Mutter bzw. mit der Tochter zusammen zu arbeiten? Leichter oder schwerer als mit anderen Autoren, mit denen Sie auch schon gemeinsame Projekt realisiert haben?

„Bei diesem Buch war es sehr angenehm, weil jeder seine feste Rolle hatte, in der er agieren und schreiben konnte. Gwyneth war Jette, Bianka die Mutter Holly. Tochter und Mutter halt, wie im wirklichen Leben. Da haben wir uns gleich wohl gefühlt.
Mit Thomas Fuchs war die Zusammenarbeit beim Mädchen-Jungen-Doppel aber auch sehr angenehm Da gab es ja auch klare Rollenzuständigkeiten: Er Timo – ich Kiki. Das Projekt ist ja super begehrt bei Lesungen, so dass wir annehmen dürfen, dass wir uns auch da gut in unsere Rollen eingearbeitet haben.“

Wie fühlen Sie sich, nachdem der letzte Satz geschrieben ist? Erleichtert oder auch ein wenig traurig?

„Nie traurig, immer erleichtert und froh. Und ein bisschen unsicher, ob denn die Lektorin bei Thienemann das Manuskript nun auch gut finden wird und wie dann das Buch bei den Leserinnen ankommt. Die sind ja für uns das Wichtigste beim Schreiben.“

Haben Sie den gleichen Geschmack, was Jungs ;) angeht?

„Da sind wir uns relativ ähnlich… aber bei Jochen eben nicht. Das kommt, glaube ich, im Buch sehr schön raus. Jochen ist ja auch extra als Typ so angelegt, dass sich an ihm die Geister scheiden können. Er hat gute sehr sympathische Seiten, aber auch Eigenschaften, die nerven können. Wie es halt so ist im Leben. Selten ist alles perfekt.“

Und bei den Klamotten, wer berät wen?

„Ach, das hängt davon ab, wo wir die Sachen anziehen. Zu Lesungen etwa oder zu irgendeinem Event. Wir gehen sehr gerne zusammen shoppen und finden auch meist was.

Machen Sie auch gemeinsame Lesungen?

„Ja, sehr gerne. Wir haben auch schon aus diesem Buch eine gemeinsame Lesung vor sehr vielen Mädchen in Tornesch gemacht. Sozusagen als „Vorpremiere“. Da wurde das Buch begeistert aufgenommen und uns ist ein Stein vom Herzen gefallen.
Wir würden uns freuen, wenn viel Mädchen Spaß an diesem Mutter-Tochter-Buch hätten und es vielleicht auch mal an ihre Mütter weiterreichen würden. Pubertät hat viele Elemente, die stressen, bietet aber auch viele Möglichkeiten damit verträglich umzugehen und das Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern auf einer neuen Basis zu festigen.“